Donnerstag, 2. Februar 2012

Jänner 2012

Das letzte Monat war ein sehr aufregendes - Nachdem Mitte Dezember ca. 20 Austauschstudenten die Heimreise angetreten haben, sind jetzt ebenso viele neue dazu gekommen. Alle sind sehr nett, auch mein neuer Mitbewohner, Balazs aus Budapest. Und sportlich sind sie auch alle sehr - während es letztes Semester noch oft ein Problem war, genügend Leute für ein Fußballmatch zu finden, ist das jetzt überhaupt keines mehr :)
Wir spielen jetzt jede Woche zwei Mal Fußball, außerdem spiele ich noch regelmäßig Racquetball (eine Mischung aus Squash und Tennis, habe ich erst vor kurzem für mich entdeckt).

In den letzten Wochen war immer was los, zwei Mal gingen wir wandern, und einmal sogar Langlaufen. Dafür mussten wir ca. 2 Stunden Richtung Norden fahren, der Schnee hat gerade so gereicht um halbwegs langlaufen zu können - aber immerhin hab ich mich mal für ein paar Stunden wie zuhause gefühlt :-)

Auch am Abend steht immer irgend etwas auf dem Programm, gerade zu Beginn des Semesters gibt es viele Parties.
Thema Nr. 1 ist zurzeit Football, da am Sonntag die Super Bowl ansteht - ich freue mich zwar schon darauf, bin aber auch froh wenn wieder über andere Dinge geredet wird, wo ich auch mitreden kann :)

Vom Winter ist hier übrigens keine Spur mehr, eine Jacke braucht man nur noch gelegentlich in der Nacht - während ich das hier schreibe, hat es draußen z.B. 18°C...kein Vergleich mit den aktuellen Themperaturen in Österreich also - mein Beileid ;-)
Im Februar steht ein Wochenendtrip nach Phoenix zu einem Basketballspiel der LA Lakers an, außerdem planen wir gerade eine Reise für die Springbreak Woche im März, dazu gibts dann nächstes mal mehr ;-)



















Donnerstag, 5. Januar 2012

Weihnachten auf Hawaii

Von 12.12 bis 27.12 gings nach Hawaii - war echt traumhaft dort! Wir entschieden uns die 3 Inseln O'ahu, Kaua'i und Maui zu besuchen, jeweils für 5 Tage.
O'ahu war unser erstes Reiseziel, unser Hostel war direkt am berühmten Waikiki-Beach bei Honolulu, der Hauptstadt Hawaiis. Die Insel ist wohl die touristischte aller Hawaii-Inseln, und auch die lebendigste. Wir verbrachten die Zeit mit Relaxen am Strand, Schnorcheln, Wandern, Schwimmen und mit einem Mietauto auf der Insel rumfahren - Highlight war ein Fallschirmsprung (Hawaii ist einer der besten Plätze für Fallschirmspringen, und auch recht günstig).























Nach 5 Tagen flogen wir dann mit der Hawaii-Airline nach Kaua'i (fliegen ist die einzige Möglichkeit die Insel zu wechseln, es gibt keine Fähren). Diese Insel ist so ziemlich das Gegenteil von O'ahu - ein absolutes Naturparadies, ziemlich ruhig und auch recht regenreich. Wir sahen viele atemberaubende Plätze und wanderten viel, am besten hat mir die Wanderung entlang der Nordwestküste zu einem riesigen Wasserfall gefallen. Wir nutzten die Zeit für diverse Aktivitäten in der Natur, z.B. Kajaking und Stand-Up Paddle Boarding. Echt toll war auch der Besuch des Waimea-Canyons, der dem Grand Canyon um nicht viel nachsteht.

























Die letzten Tage gingen wir dann etwas ruhiger an, auf Maui war eher Strandliegen und sonnen lassen angesagt. Hier verbrachten wir auch Weihnachten, allerdings bin ich am Strand nicht richtig in Stimmung dafür gekommen, war fast so als hätte ich Weihnachten heuer auslassen.
Insgesamt war Hawaii wahrscheinlich der beste Ort an dem ich je war, kann echt jedem empfehlen mal einen Urlaub dort zu verbringen!

Dienstag, 3. Januar 2012

Prüfungswochen

Nach meinem 10-tägigen Urlaub in Kalifornien gings dann zurück an die Uni, die Abschlussprüfungen standen kurz bevor.
Nachdem ich während der Thanksgiving-Ferien nichts für die Uni getan habe, hatte ich 2 der stressigsten Uni-Wochen meines Lebens - Projekte, Hausübungen, Labors, Prüfungen...alles innerhalb weniger Tage. In jeder Vorlesung gab es eine 2-einhalb stündige Abschlussprüfung über den Stoff des gesamten Semesters. Verglichen mit den Prüfungen in Österreich waren diese etwa gleich schwer, die Benotung allerdings viel milder, weswegen ich im Endeffekt sehr gute Noten bekommen habe und kein schlechtes Gewissen haben muss, so kurz vor den Prüfungen auf Urlaub gefahren zu sein :)
Im Nachhinein kann ich sagen, dass dieses Semester vom Aufwand her etwa mit meinem Studium in Österreich vergleichbar war, auch wenn es für euch wahrscheinlich so wirkt als wäre ich immer nur "auf der Gaudi" :)

Thanksgiving Ferien: Kalifornien/Las Vegas

Die New Mexico State University ist eine der wenigen Unis in den USA, an denen die Studenten in der Zeit um das Erntedankfest (Thanksgiving) eine ganze Woche frei bekommen - das haben wir natürlich für eine Reise genutzt. Gemeinsam mit Lèa aus Frankreich, Kayla aus der Schweiz und Gonzalo aus Chile gings für 10 Tage nach Kalifornien und (für mich schon zum zweiten mal) nach Las Vegas. Der erste Flug ging nach San Diego, das an der Grenze zu Mexico liegt, wo wir 3 Tage verbrachten. Zwar spielte das Wetter in der als "America's finest city" bekannten Stadt (normalerweise ists dort fast immer schön war und sonnig) nicht ganz mit, wir hatten aber trotzdem eine schöne Zeit. Vor allem die Hafengegend und der Strand haben mir besonders gefallen. Highlight war auch das Partyviertel, wo sich innerhalb einiger Straßenblocks eine Bar sich an die nächste reiht, und es in der Nacht echt rundgeht. Außerdem hatten wir das Glück, den DJ Martin Solveig zu sehen, der am letzten Abend in einem Nachtclub auflegte. Nachdem auch viele andere Austauschstudenten zu dieser Zeit in Kalifornien unterwegs waren, trafen wir uns auch mit denen ziemlich oft, vor allem zum Fortgehen am Abend :)
























Nach 3 Tagen San Diego mieteten wir uns dann ein Auto um ins nahegelegene Los Angeles zu fahren. Hier waren vor allem Hollywood und die Gegend rund ums Kodac Theatre (wo jährlich die Oscars verliehen werden), Venice Beach und die Autofahrt in den Beverly Hills vorbei an den Villen von Britney Spears, David Beckham und co. die Highlights. Bewegt man sich allerdings außerhalb der berühmten Gegenden, ist die Stadt relativ heruntergekommen und alles andere als glamourös.


























Nach dem ein oder anderen kurzem Zwischenstopp entlang der Küste fuhren wir dann anschließend nach San Francisco, meiner persönlichen Lieblingsstadt während diesem Trip. Die Stadt hat ein ganz besonderes Flair, vor allem aufgrund dem charakteristischen "Auf-und-Ab", die Straßen dort sind teilweise extrem steil und sehr untypisch für eine Großstadt. Wir entschieden uns, eine dieser Touristen-Bustouren zu nehmen, um möglichst viel in der kurzem Zeit zu sehen. Am letzten Tag gings dann mit dem Auto zur Golden Gate Bridge, die wir komplett zu Fuß überquerten.













Mit dem Flugzeug gings dann noch für ein Wochenende nach Las Vegas. Ich war zwar schon einmal dort, der Flug mit dem Zwischenstopp in Las Vegas kam aber auf denselben Preis wie die Heimreise direkt von San Francisco, weswegen ich die anderen nochmal begleitete. Es war ein absolut tolles Partywochenende, und diesmal gönnten wir uns auch eines der (übrigens sehr günstigen) Luxushotels, das "MGM Grand". In Las Vegas trafen wir dann noch einmal eine größere Gruppe anderer Austauschstudenten der NMSU, wir hatten echt jede Menge Spaß.

Donnerstag, 17. November 2011

Santa Fe und Taos

Das erste Novemberwochenende nutzten wir für einen spontanen Roadtrip nach Santa Fe, der Hauptstadt (allerdings nicht größten Stadt) New Mexicos. Mit 2 Mietautos und 9 anderen Austauschstudenten gings auf die 4-stündige Fahrt. Leider vertrödelten wir etwas zu viel Zeit, und so kamen wir zu spät zum Check-In ins Hostel, dessen Rezeption schon geschlossen war. Nachdem Santa Fe aber sehr touristisch ist, war es kein Problem ein anderes zu finden.
Am Samstag Morgen dann der Schock - Schneesturm! Das Klima im Norden New Mexicos ist viel kälter als im Süden...zum Glück wurde es dann aber dann doch noch ein halbwegs schöner, wenn auch kalter, Tag, den wir zum Rumschlendern in der Stadt nutzten. Hier ein paar Eindrücke:



























Am Sonntag gings dann noch weiter nach Norden, in die Gegend rund um die Kleinstadt Taos. Die Autofahrt entlang der "Scenic Road" durch die schöne Hügellandschaft war eine reine Freude. Wir legten einige Zwischenstopps ein, um dann am späten Nachmittag nach Taos zu kommen. Nach dem Abendessen fuhren wir dann noch zu einer nahegelegenen Schlucht, bevors wieder auf die Heimreise ging. Auf jeden Fall ein absolut tolles Wochenende, vor allem auch weil wir in unserer 10er-Gruppe jede Menge Spaß hatten :)




















Mittwoch, 16. November 2011

Halloween und Homecoming

Lang ists her, seit ich das letzte Mal meinen Blog aktualisiert habe - das liegt vor allem daran, dass ich zurzeit eine sehr stressige Zeit habe. Die Abschlussprüfungen und Projektabgaben stehen kurz bevor, und nachdem ich ab Freitag für 10 Tage nach Kalifornien fliege, muss ich alles schon bis dahin erledigt haben...

In der Woche um den Monatswechsel durfte ich zwei sehr amerikanische Ereignisse erleben: Halloween und Homecoming. Während Halloween in Österreich viele Kritiker hat und kaum gefeiert wird, ist es hier eines der größten Party-Wochenenden des Jahres. Wirklich jeder verkleidet sich, und man kann sich kaum entscheiden auf welche der vielen Parties man gehen soll. Insgesamt war's ein tolles Erlebnis und eines der lustigsten Wochenenden bisher!

In derselben Woche fand auf der Uni die "Homecoming Week" statt. Wirklich erklären kann einem niemand, was das eigentlich genau ist. Das Wort "Homecoming" bezieht sich auf die Absolventen der Uni, die in dieser Woche eingeladen werden, den Campus zu besuchen und an diversen Veranstaltungen teilzunehmen. Es gab Grillereien, Konzerte, Vorführungen usw....das Highlight war aber dann am Sonntag die traditionelle Homecoming Parade, bei der alle möglichen Organisationen am Campus Wagen gebaut haben zum Thema New Mexico, ähnlich wie bei uns die Faschings-Umzüge.

Samstag, 15. Oktober 2011

Vorurteile

Mittlerweile habe ich schon 3 Monate in den USA verbracht (eines letztes Jahr und zwei heuer) und dabei viele Amerikaner kennengelert. Deswegen ist es mal an der Zeit, mit einigen gängigen Vorurteilen über Amis aufzuräumen.

Amerikaner sind fett
und essen nur Fast Food
Der Teil mit dem Fast Food stimmt auf jeden Fall. Es ist durchaus üblich, täglich Burger und Pizza zu essen - nur sehr wenige versuchen sich gesund zu ernähren. Man findet Fast Food Restaurants an jeder Ecke, und alle sind rund um die Uhr gut besucht. Trotzdem gibt es nicht so viele dicke Menschen hier, wie man vielleicht meinen könnte. Vor allem bei jungen Leuten gibt es einen extremen Fitnesstrend - fast jeder geht ins Fitnessstudio oder betreibt irgendeine Sportart professionell. Im Gegensatz zu Europa gibt es kaum "Normalos", man ist entweder sehr sportlich und durchtrainiert, oder richtig dick. :-)

Amerikaner sind Auto- und Waffennarren
Auf jeden Fall wahr. Obwohl New Mexico einer der ärmeren Staaten ist, hat jeder 16-17 jährige seinen eigenen Truck. Jede noch so kleine Distanz wird mit dem Auto zurückgelegt, man kann fast sagen die Amerikaner besuchen ihre Nachbarn mit dem Auto :-)
Kurioserweise ist Alkoholkauf und -konsum für unter 21-jährige streng verboten, und an vielen Orten überhaupt nicht erlaubt (z.B. am Campus), während man Waffen sogar im Einkaufszentrum kaufen kann. Sehr viele besitzen eine Waffe, manche Jugendliche bekommen sie sogar von ihren Eltern zum Geburtstag geschenkt...

Amerikaner wissen nichts über andere Länder
Österreich, das ist doch Teil vom vereinigten Königreich, oder? Paris, das ist sicher ein sehr schönes Land, oder? Gibt es in Österreich eigentlich einen Sommer? Auf solche Fragen muss man sich als Austauschstudent hier gefasst machen. Der Durchschnittsamerikaner hat absolut keine Ahnung, was außerhalb der USA passiert. Das liegt sicher auch an der Größe und Vielfalt des eigenen Landes, trotzdem ziemlich peinlich...

Amerikaner sind falsch und oberflächlich
Wenn man hier Leute kennenlernt, sind diese extrem freundlich, und man wird schon nach ein paar Minuten wie der neue beste Freund behandelt. Grundsätzlich gilt aber: Aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn man sich nicht regelmäßig trifft, hört man nie wieder etwas von dieser Person. Ich denke auf jeden Fall dass es hier einfacher ist, Leute kennenzulernen und Freunde zu finden, allerdings sind diese Freundschaften meist ziemlich oberflächlich.

Amerikaner sind Umweltverschmutzer
Mülltrennung gibt es hier so gut wie gar nicht. Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen, wenn ich Papier, Plastik und Glas in denselben Container werfen muss, weil es nur diesen einen gibt. Außerdem trägt das viele Autofahren auch stark zur Luftverschmutzung bei.

Amerikaner sind extrem patriotisch
Das kann ich auf jeden Fall bestätigen - überall hängen Fahnen, bei jeder öffentlichen Veranstaltung wird die Hymne gespielt, und jeder ist extrem stolz auf sein Land.

Amerikaner hören nur Hip Hop
Könnte man fast so sagen. Musikgeschmäcker sind auf jeden Fall bei weitem nicht so unterschiedlich wie in Österreich, bei jeder Party hört man die gleichen 20 Lieder, meistens von den vielen amerikanischen Rappern und Hip-Hop Stars. Dasselbe gilt für den Kleidungsstil, fast jeder trägt die gleichen Marken und denselben Stil.

Amerikaner feiern wilde Houseparties, die dann von der Polizei aufgelöst werden
Die Parties sind zwar meistens nicht so wild wie in den amerikanischen Teenie-Filmen gezeigt, das mit der Polizei stimmt aber auf jeden Fall. Ich war noch bei kaum einer Party, die normal in den Morgenstunden zu Ende gegangen ist. So gut wie jedes Mal taucht die Polizei auf, alle unter 21 jährigen verstecken sich hektisch irgendwo und die Party wird aufgelöst.