Donnerstag, 17. November 2011

Santa Fe und Taos

Das erste Novemberwochenende nutzten wir für einen spontanen Roadtrip nach Santa Fe, der Hauptstadt (allerdings nicht größten Stadt) New Mexicos. Mit 2 Mietautos und 9 anderen Austauschstudenten gings auf die 4-stündige Fahrt. Leider vertrödelten wir etwas zu viel Zeit, und so kamen wir zu spät zum Check-In ins Hostel, dessen Rezeption schon geschlossen war. Nachdem Santa Fe aber sehr touristisch ist, war es kein Problem ein anderes zu finden.
Am Samstag Morgen dann der Schock - Schneesturm! Das Klima im Norden New Mexicos ist viel kälter als im Süden...zum Glück wurde es dann aber dann doch noch ein halbwegs schöner, wenn auch kalter, Tag, den wir zum Rumschlendern in der Stadt nutzten. Hier ein paar Eindrücke:



























Am Sonntag gings dann noch weiter nach Norden, in die Gegend rund um die Kleinstadt Taos. Die Autofahrt entlang der "Scenic Road" durch die schöne Hügellandschaft war eine reine Freude. Wir legten einige Zwischenstopps ein, um dann am späten Nachmittag nach Taos zu kommen. Nach dem Abendessen fuhren wir dann noch zu einer nahegelegenen Schlucht, bevors wieder auf die Heimreise ging. Auf jeden Fall ein absolut tolles Wochenende, vor allem auch weil wir in unserer 10er-Gruppe jede Menge Spaß hatten :)




















Mittwoch, 16. November 2011

Halloween und Homecoming

Lang ists her, seit ich das letzte Mal meinen Blog aktualisiert habe - das liegt vor allem daran, dass ich zurzeit eine sehr stressige Zeit habe. Die Abschlussprüfungen und Projektabgaben stehen kurz bevor, und nachdem ich ab Freitag für 10 Tage nach Kalifornien fliege, muss ich alles schon bis dahin erledigt haben...

In der Woche um den Monatswechsel durfte ich zwei sehr amerikanische Ereignisse erleben: Halloween und Homecoming. Während Halloween in Österreich viele Kritiker hat und kaum gefeiert wird, ist es hier eines der größten Party-Wochenenden des Jahres. Wirklich jeder verkleidet sich, und man kann sich kaum entscheiden auf welche der vielen Parties man gehen soll. Insgesamt war's ein tolles Erlebnis und eines der lustigsten Wochenenden bisher!

In derselben Woche fand auf der Uni die "Homecoming Week" statt. Wirklich erklären kann einem niemand, was das eigentlich genau ist. Das Wort "Homecoming" bezieht sich auf die Absolventen der Uni, die in dieser Woche eingeladen werden, den Campus zu besuchen und an diversen Veranstaltungen teilzunehmen. Es gab Grillereien, Konzerte, Vorführungen usw....das Highlight war aber dann am Sonntag die traditionelle Homecoming Parade, bei der alle möglichen Organisationen am Campus Wagen gebaut haben zum Thema New Mexico, ähnlich wie bei uns die Faschings-Umzüge.

Samstag, 15. Oktober 2011

Vorurteile

Mittlerweile habe ich schon 3 Monate in den USA verbracht (eines letztes Jahr und zwei heuer) und dabei viele Amerikaner kennengelert. Deswegen ist es mal an der Zeit, mit einigen gängigen Vorurteilen über Amis aufzuräumen.

Amerikaner sind fett
und essen nur Fast Food
Der Teil mit dem Fast Food stimmt auf jeden Fall. Es ist durchaus üblich, täglich Burger und Pizza zu essen - nur sehr wenige versuchen sich gesund zu ernähren. Man findet Fast Food Restaurants an jeder Ecke, und alle sind rund um die Uhr gut besucht. Trotzdem gibt es nicht so viele dicke Menschen hier, wie man vielleicht meinen könnte. Vor allem bei jungen Leuten gibt es einen extremen Fitnesstrend - fast jeder geht ins Fitnessstudio oder betreibt irgendeine Sportart professionell. Im Gegensatz zu Europa gibt es kaum "Normalos", man ist entweder sehr sportlich und durchtrainiert, oder richtig dick. :-)

Amerikaner sind Auto- und Waffennarren
Auf jeden Fall wahr. Obwohl New Mexico einer der ärmeren Staaten ist, hat jeder 16-17 jährige seinen eigenen Truck. Jede noch so kleine Distanz wird mit dem Auto zurückgelegt, man kann fast sagen die Amerikaner besuchen ihre Nachbarn mit dem Auto :-)
Kurioserweise ist Alkoholkauf und -konsum für unter 21-jährige streng verboten, und an vielen Orten überhaupt nicht erlaubt (z.B. am Campus), während man Waffen sogar im Einkaufszentrum kaufen kann. Sehr viele besitzen eine Waffe, manche Jugendliche bekommen sie sogar von ihren Eltern zum Geburtstag geschenkt...

Amerikaner wissen nichts über andere Länder
Österreich, das ist doch Teil vom vereinigten Königreich, oder? Paris, das ist sicher ein sehr schönes Land, oder? Gibt es in Österreich eigentlich einen Sommer? Auf solche Fragen muss man sich als Austauschstudent hier gefasst machen. Der Durchschnittsamerikaner hat absolut keine Ahnung, was außerhalb der USA passiert. Das liegt sicher auch an der Größe und Vielfalt des eigenen Landes, trotzdem ziemlich peinlich...

Amerikaner sind falsch und oberflächlich
Wenn man hier Leute kennenlernt, sind diese extrem freundlich, und man wird schon nach ein paar Minuten wie der neue beste Freund behandelt. Grundsätzlich gilt aber: Aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn man sich nicht regelmäßig trifft, hört man nie wieder etwas von dieser Person. Ich denke auf jeden Fall dass es hier einfacher ist, Leute kennenzulernen und Freunde zu finden, allerdings sind diese Freundschaften meist ziemlich oberflächlich.

Amerikaner sind Umweltverschmutzer
Mülltrennung gibt es hier so gut wie gar nicht. Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen, wenn ich Papier, Plastik und Glas in denselben Container werfen muss, weil es nur diesen einen gibt. Außerdem trägt das viele Autofahren auch stark zur Luftverschmutzung bei.

Amerikaner sind extrem patriotisch
Das kann ich auf jeden Fall bestätigen - überall hängen Fahnen, bei jeder öffentlichen Veranstaltung wird die Hymne gespielt, und jeder ist extrem stolz auf sein Land.

Amerikaner hören nur Hip Hop
Könnte man fast so sagen. Musikgeschmäcker sind auf jeden Fall bei weitem nicht so unterschiedlich wie in Österreich, bei jeder Party hört man die gleichen 20 Lieder, meistens von den vielen amerikanischen Rappern und Hip-Hop Stars. Dasselbe gilt für den Kleidungsstil, fast jeder trägt die gleichen Marken und denselben Stil.

Amerikaner feiern wilde Houseparties, die dann von der Polizei aufgelöst werden
Die Parties sind zwar meistens nicht so wild wie in den amerikanischen Teenie-Filmen gezeigt, das mit der Polizei stimmt aber auf jeden Fall. Ich war noch bei kaum einer Party, die normal in den Morgenstunden zu Ende gegangen ist. So gut wie jedes Mal taucht die Polizei auf, alle unter 21 jährigen verstecken sich hektisch irgendwo und die Party wird aufgelöst.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Albuquerque

Nach fast zwei Monaten war es endlich einmal an der Zeit, einen Ausflug nach Albuquerque, der größten Stadt New Mexicos, zu unternehmen. Zurzeit findet dort die neuntägige "Hot Air Balloon Fiesta" statt, das größte Heißluftballon-Event der Welt - ein idealer Zeitpunkt also für einen kurzen Trip dorthin. Nach der ca. dreistündigen Autofahrt schauten wir uns zunächst die Altstadt an, die sehr typisch für New Mexico ist, mit sehr starken mexikanischen Einflüssen. Am Abend gings dann mexikanisch Essen und in's Irish Pub - allerdings nicht allzu lange, denn am nächsten Tag mussten wir früh raus, um den früh-morgendlichen Massenstart der Ballon-Fiesta (geschätzte 300 Ballons) nicht zu verpassen...was aber dann doch passierte :-)

Das Problem war der starke Verkehr, in dem wir ca. 2 Stunden feststeckten - immerhin konnten wir aber alles vom Auto aus sehen. Danach gings dann mit der (angeblich) längsten Seilbahn der Welt auf einen Berg...im Gegensatz zu Österreich wirds hier immer grüner, je weiter man auf den Berg rauffährt...ganz oben war's schon fast wie daheim :-)
Am selben Tag fand auch das Football-Spiel der "University of New Mexico" gegen die NMSU statt, wir schauten aber nur kurz bei der Tailgate-Party vorbei.

Das Highlight des Trips war eindeutig die Abend-Show der Ballon-Fiesta. Dutzende Heißlufballons, die für ein sehr stimmungsvolles Bild sorgten. Apropos Bild, habe auf Facebook einige Fotos hochgeladen, hier im Blog kann ich leider nur ein paar einfügen, sonst wirds zu unübersichtlich...






































Was tut sich sonst so? Diese Woche bin ich ziemlich mit Uni eingedeckt (3 Prüfungen), aber ab nächster Woche habe ich wieder mehr Freizeit. Das Highlight der letzten Woche war eine Fahrt mit einer Limousine (gehört einem amerikanischen Bekannten von uns) zu einem Konzert (Skrillex) nach El Paso, Texas...außerdem waren wir bei der "Big Enchilada Fiesta", einem mexikanischem Fest in Las Cruces, bei dem die größte Enchilada der Welt (ein typisch mexikanisches Gericht) zubereitet wurde. Die wurde dann in kleinen Portionen unter allen Besuchern verteilt. Während neben mir kleine Kinder das Ganze wie Süßigkeiten gegessen haben und bei ihren Müttern um Nachschub bettelten, hatte ich gewaltig mit der Schärfe zu kämpfen - die zwei Minuten in der Schlange beim Getränkestand waren wohl die längsten meines Lebens :-)

Freitag, 30. September 2011

NMSU vs. UTEP

Einmal im Jahr kommt es zum großen Football-Derby zwischen "meinem" Team der NMSU und dem der nahegelegenen University of Texas is El Paso (UTEP). Zwischen den beiden Teams herrscht eine große Rivalität, deswegen ist dieses Spiel immer das Highlight der Saison und der Stadionbesuch ein Muss für jeden der hier studiert. Natürlich war ich mit den anderen Austauschstudenten auch mit von der Partie.

Bereits einige Studenen vor Spiel fanden sich tausende Studenten zu der sog. "Tailgating Party" am Parkplatz des Stations ein - diese Parties sind Tradition vor jedem Football Spiel. Die Atmorspäre ist ähnlich wie bei einem Musikfestival - es werden Zelte aufgebaut, es wird gegrillt, aus den Autos dröhnt Musik und teilweise werden sogar die Ladeflächen der Trucks in Swimming Pools umfunktioniert :-)

Viele Studenten gehen nur wegen dem Tailgating zu den Spielen, die meisten schauen sich aber doch auch das Spiel an. Im Stadion war's dann ganz typisch amerikanisch: Cheerleader, eine Blasmusik-Band, Videowalls mit animierenden "Make some noise!!!"-Botschaften und viel Werbung, und in der Halbzeitpause eine Choreographie auf dem Spielfeld. Die nicht besonders originellen Schlachtrufe der Fans beschränkten sich auf "Go Aggies!" und "UTEP sucks!" (Aggies werden die Studenten der NMSU genannt, weil die Uni früher eine landwirschaftliche Schule, also auf englisch "agricultural school", war).

Leider gehören die Aggies zu den schlechtesten Footballspielern des Landes, weswegen das Spiel nicht überraschenderweise verloren wurde (wenn auch knapp, ein Touchdown kurz vor Ende sorgte für die Niederlage...). Das Spiel selbst dauerte einige Stunden, wie es für Footballspiele üblich ist...ich war froh, die Regeln halbwegs zu kennen, den meisten anderen Austauschstudenten war es schnell zu langweilig, weil sie keine Ahnung hatten was da unten auf dem Spielfeld passiert :-)

Montag, 12. September 2011

Greek Life

Das Campusleben an den amerikanischen Unis ist von den Studentenverbindungen geprägt, den "Fraternities" (für männliche Studenten) und "Sororities" (für weibliche). Jede Verbindung hat ihr eigenes Haus am Campus und organisiert laufend Parties und Events. Nachdem ich den Präsidenten einer der Fraternities besser kennenglernt habe, kann ich gemeinsam mit einem anderen Austauschstudenten gratis mitmachen (normalerweise müssen Studenten dafür bezahlen). Jede Verbindung ist nach griechischen Buchstaben benannt, daher der Name "Greek Life". Neben Parties gibt es auch andere Events, z.B. Sportwettkämpfe, Charity-Events, Sozialarbeit und Auflüge. Meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit neben den internationalen Studenten auch einige amerikanische kennenzulernen. Kritische Stimmen sagen, dass Studenden in Verbindungen zu viel Party machen, davon muss ich mir aber erst selbst ein Bild machen ;-)
Mit den teilweise ziemlich dubiosen Verbindungen in Österreich und Deutschland haben diese aber wenig zu tun, es gibt weder komische Aufnahmerituale noch eine politische Ausrichtung...
Hier ein Gruppenfoto von meiner Verbindung (Pi Kappa Phi), und eines von einer von der Verbindung organisierten Cowboy/Indianer-Themenparty letztes Wochenende:

Las Vegas, Grand Canyon und Hoover Dam

Das erste Septemberwochenende war ein verlängertes - am Montag war der amerikanische Tag der Arbeit (Labor Day). Diese Gelegenheit nutzen wir um einen Trip nach Las Vegas und zum Grand Canyon zu unternehmen. Gemeinsam mit vier anderen Austauschstudenten machte ich mich mit einem Mietauto auf die ca. 1400 km lange Reise nach Las Vegas über den südlichen Teil des Grand Canyons. Die lange Autofahrt störte mich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil, ich genoss die Fahrt auf den endlosen Highways durch New Mexico, Arizona und Nevada richtig...
Hier ein Foto unserer "Crew" (v.l.n.r: Carlos aus Spanien, Vera aus Deutschland, Aurèle aus Frankreich und Enrique aus Spanien):















Den ersten Zwischenstopp hatten wir am Freitag Abend in der Hauptstadt von Arizona - Phoenix. Hier verbrachten wir aber nur die Nacht. Am nächsten Tag gings dann zum Grand Canyon, einer der beeindruckendsten Anblicke in meinem Leben! 450km lange Schluchten, bis zu 1800m tief...ein tolles Gefühl, wenn man auf einem der Felsvorsprünge steht und auf die Schluchten hinunterblickt. Auf den Fotos kommt das leider bei weitem nicht so gut rüber, hier trotzdem ein paar:





















Noch am selben Abend gings weiter nach Las Vegas. Unglaublich, wieviel Geld in dieser Stadt steckt. Alles leuchtet, riesige Reklametafeln überall, Luxushotels, Spielcasinos...einige der Casinos haben Städte nachgebildet, so sieht es z.B. rund um das "Venetian" aus wie in Venedig, außerdem gibt es einen Ägypten-Bereich mit Pyramiden, ein Paris-Gebiet und New York...in den Casinos selbst stehen unzählige Spielautomaten, und alles ist extrem luxuriös. Insgesamt hatten wir sehr lustige zwei Tage und Nächte in Las Vegas, langweilig kann einem eigentlich kaum werden - Casinos, Nachtclubs, der höchste Vergnügungspark der Welt am Stratosphere-Tower usw. machten den Aufenthalt zu einem echten Erlebnis.






































Enrique hatte die Idee, am Heimweg noch beim nahegelegenen Hoover-Staudamm vorbeizuschauen, der an der Grenze von Arizona und Nevada liegt und der größte Stausee der USA ist. Ein gewaltiges Bauwerk, der kurze Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.



















Mehr Fotos habe ich übrigens auf Facebook hochgeladen, für alle die dort registriert sind ;-)

Ein paar Gruppenfotos... :)

So, es ist mal an der Zeit ein paar Fotos von unserer Gruppe von Austauschstudenten herzuzeigen :)
Insgesamt sind wir wie gesagt ca. 50 Leute aus 20 verschiedenen Ländern - wir haben jede Menge Spaß zusammen und ich denke jeder von uns hat eine tolle Zeit :)
Auch einige unserer "Student-Ambassadors" sind oft dabei und bringen uns mit ihren Autos zu diversen Parties und Ausflugszielen, ohne die wärs sicher nicht so einfach so viel zu unternehmen.


Mittwoch, 24. August 2011

Uni-Alltag @ NMSU

Mittlerweile habe ich die erste Uni-Woche an der New Mexico State University (kurz: NMSU) fast hinter mir. Am Campus ist jede Menge los, letzten Donnerstag hat das Wintersemester (hier wird es Herbst-Semester genannt) für alle Studenten begonnen.

Als Graduate-Level Student (Masterstudent) braucht man nur drei Kurse pro Semester absolvieren, bei mir sind das:
  • Digital Communications Networks
  • Digital Signal Processing II
  • Random Signal Analysis
Die Lehrveranstaltungen werden in recht kurzen täglichen Einheiten zwischen 50 und 75 min abgehalten, dafür habe ich jeden Tag Uni. Normalerweise gilt auf der Uni in den USA strenge Anwesenheitspflicht - ich hatte aber wohl bei meinen Kursen Glück, hier wird die Anwesenheit nicht kontrolliert (was nicht heißen soll dass ich nicht hingehe, aber falls ich mal verschlafe oder ich von einem Wochenend-Trip nicht rechtzeitig zurückkomme, ist das relativ egal).

Im Gegensatz zur TU Graz wird hier sehr viel Wert auf ständiges Mitlernen gelegt. Daher gibt es z.B. in vielen Kursen wöchentlich ein "Quiz" (kurze, 5-minütige Prüfung), ständig Hausübungen, Präsentationen, Projekte und mehrere Zwischenklausuren. Klingt zwar nicht so toll, dafür ist die Chance durchzufallen sehr gering.

An den Alltag in der ersten Woche hier könnte ich mich gewöhnen. Am Vormittag Uni, danach gings meist zum Pool, und am Abend dann noch etwas Sport, gefolgt von House-Parties :)

Freitag, 19. August 2011

First Days in Las Cruces

So, mittlerweile bin ich seit fast einer Woche in Las Cruces, und was soll ich sagen: Es ist einfach der Wahnsinn hier! Gleich am ersten Abend war ich mit einigen anderen Austauschstudenten, die zur gleichen Zeit angekommen sind, in einem richtig coolen "Texas Roadhouse"...von den "Cheese Fries with Bacon" (in der Speisekarte unter der Kategorie "For Starters") konnte ich aber nur die Hälfte verputzen - aber kein Problem, in den USA ist es (auch in feineren Restaurants) üblich die Reste in einer Styroporbox ("Doggy Bag") mit nachhause zu nehmen.

Die Studenten-Apartments sind echt super, jeweils zwei Studenten teilen sich eine Wohnung mit zwei Einzelzimmern und einem Gemeinschaftsraum, hier ein paar Fotos:























Mein Mitbewohner heißt Vinicius und kommt aus Brasilien, echt ein netter Typ! Genau wie alle anderen Austauschstudenten. Sehr viele kommen aus Frankreich, einige Deutsche und Spanier, sogar ein paar Österreicher, und viele Asiaten...ingesamt knapp 60 Leute aus 20 verschiedenen Ländern.

Am zweiten Tag waren wir bei Walmart, um diverse Sachen für die Wohnung zu kaufen. Begleitet haben uns unsere "Student Ambassadors", das sind Studenten aus Las Cruces, die uns bei allem möglichen helfen, uns mit dem Auto wohin bringen und auch sonst oft dabei sind - echt eine tolle Sache, vor allem weil man dabei auch ein paar amerikanische Studenten kennenlernt.

Am Montag hat dann die Freshman Orientation Week begonnen, eine Einführungswoche für alle neuen Studenten. Es gab Barbecues, Cheerleader-Vorführungen, Parties, Infostände von allen möglichen Studenten-Clubs, haufenweise "Goodies", und das alles gratis :-)























Der Campus lässt keine Wünsche offen. Auf ca. 2 x 2 km gibts neben den Uni-Gebäuden und Studentenwohnhäusern auch etliche Cafés und Restaurants, ein Footballstadion, Basketball-, Fußball-, Baseball- und Tennisplätze, Outdoor- und Indoor-Swimmingpools, riesige Turnhallen, eine Badmintonhalle, Fitnesscenter und vieles mehr - Als Student kann man alles gratis benutzen! Außerdem kann man etlichen Clubs, Verbindungen und Sportvereinen beitreten, natürlich auch ohne was bezahlen zu müssen :-)

Hier ein paar Bilder vom Campus. Sind aber nur ein paar Eindrücke, viele tolle Gebäude und Sportanlagen hab ich noch nicht fotografiert :-)


































Zurzeit ist es sehr heiß hier, Tageshöchstwerte um die 35°...Allerdings ist es am Morgen und am Abend viel angenehmer, und man gewöhnt sich irgendwie an die Hitze. Es scheint auch jeden Tag die meiste Zeit die Sonne, nur am Abend gibt es hin und wieder Gewitter und etwas Regen.

Für die Mensa haben Austauschstudenten einen unlimitierten Pass bekommen, man kann also jederzeit hingehen und soviel essen und trinken wie man will. Kein Vergleich zur Mensa in Graz - hier gibt es neben dem typischen Fast Food wie Burger, Hot Dogs und Pizza auch gutes mexikanisches Essen, Pasta, Salate, Wraps und vieles mehr...die Versuchung ist sehr groß, sich jeden Tag den Wanst mit gutem Essen vollzuschlagen und dauernd auf einen Kaffee hinzugehen :-)
Ich hoffe dass ich mich da einigermaßen unter Kontrolle habe, werde auf jeden Fall auch viel Sport machen, sonst gehts schnell und ich nehme die gefürchteten "Freshman Fifteen" zu, die 15 Pfund (ca. 7 kg) die viele Studenten im ersten Jahr zunehmen :-)

Außerhalb vom Campus war ich noch nicht sehr oft - was ich bisher sagen kann ist dass die Stadt größer ist als gedacht, es ist alles sehr weitläufig. Von Großstadtdschungel keine Spur, man fühlt sich eher wie in einem schönen Vorort, es gibt trotz der Hitze viele Grünflächen. Umgeben ist die Stadt von den "Organ Mountains", die echt toll und sehr untypisch aussehen - da werde ich sicher bald mal eine Wanderung rauf unternehmen. Die Leute hier sind (vielleicht auch wegen dem vielen Sonnenschein?) extrem freundlich - man braucht nur in der Nähe eines Zebrastreifens zu sein, und schon halten die Autofahrer an um zu sehen, ob man vielleicht drübergehen will :-)
Und auch auf der Uni wird man trotz des Riesenandrangs in der ersten Woche überall extrem freundlich empfangen. Generell läuft hier im Süden alles etwas relaxter ab, und die Leute sind irgendwie lockerer drauf...hab in der ganzen Woche noch keinen grantigen Menschen erlebt :-)

So, das wars vorerst mal - heute hatte ich meine erste Vorlesung, und morgen zwei weitere - darüber berichte ich dann das nächste Mal ;-)