Freitag, 30. September 2011

NMSU vs. UTEP

Einmal im Jahr kommt es zum großen Football-Derby zwischen "meinem" Team der NMSU und dem der nahegelegenen University of Texas is El Paso (UTEP). Zwischen den beiden Teams herrscht eine große Rivalität, deswegen ist dieses Spiel immer das Highlight der Saison und der Stadionbesuch ein Muss für jeden der hier studiert. Natürlich war ich mit den anderen Austauschstudenten auch mit von der Partie.

Bereits einige Studenen vor Spiel fanden sich tausende Studenten zu der sog. "Tailgating Party" am Parkplatz des Stations ein - diese Parties sind Tradition vor jedem Football Spiel. Die Atmorspäre ist ähnlich wie bei einem Musikfestival - es werden Zelte aufgebaut, es wird gegrillt, aus den Autos dröhnt Musik und teilweise werden sogar die Ladeflächen der Trucks in Swimming Pools umfunktioniert :-)

Viele Studenten gehen nur wegen dem Tailgating zu den Spielen, die meisten schauen sich aber doch auch das Spiel an. Im Stadion war's dann ganz typisch amerikanisch: Cheerleader, eine Blasmusik-Band, Videowalls mit animierenden "Make some noise!!!"-Botschaften und viel Werbung, und in der Halbzeitpause eine Choreographie auf dem Spielfeld. Die nicht besonders originellen Schlachtrufe der Fans beschränkten sich auf "Go Aggies!" und "UTEP sucks!" (Aggies werden die Studenten der NMSU genannt, weil die Uni früher eine landwirschaftliche Schule, also auf englisch "agricultural school", war).

Leider gehören die Aggies zu den schlechtesten Footballspielern des Landes, weswegen das Spiel nicht überraschenderweise verloren wurde (wenn auch knapp, ein Touchdown kurz vor Ende sorgte für die Niederlage...). Das Spiel selbst dauerte einige Stunden, wie es für Footballspiele üblich ist...ich war froh, die Regeln halbwegs zu kennen, den meisten anderen Austauschstudenten war es schnell zu langweilig, weil sie keine Ahnung hatten was da unten auf dem Spielfeld passiert :-)

Montag, 12. September 2011

Greek Life

Das Campusleben an den amerikanischen Unis ist von den Studentenverbindungen geprägt, den "Fraternities" (für männliche Studenten) und "Sororities" (für weibliche). Jede Verbindung hat ihr eigenes Haus am Campus und organisiert laufend Parties und Events. Nachdem ich den Präsidenten einer der Fraternities besser kennenglernt habe, kann ich gemeinsam mit einem anderen Austauschstudenten gratis mitmachen (normalerweise müssen Studenten dafür bezahlen). Jede Verbindung ist nach griechischen Buchstaben benannt, daher der Name "Greek Life". Neben Parties gibt es auch andere Events, z.B. Sportwettkämpfe, Charity-Events, Sozialarbeit und Auflüge. Meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit neben den internationalen Studenten auch einige amerikanische kennenzulernen. Kritische Stimmen sagen, dass Studenden in Verbindungen zu viel Party machen, davon muss ich mir aber erst selbst ein Bild machen ;-)
Mit den teilweise ziemlich dubiosen Verbindungen in Österreich und Deutschland haben diese aber wenig zu tun, es gibt weder komische Aufnahmerituale noch eine politische Ausrichtung...
Hier ein Gruppenfoto von meiner Verbindung (Pi Kappa Phi), und eines von einer von der Verbindung organisierten Cowboy/Indianer-Themenparty letztes Wochenende:

Las Vegas, Grand Canyon und Hoover Dam

Das erste Septemberwochenende war ein verlängertes - am Montag war der amerikanische Tag der Arbeit (Labor Day). Diese Gelegenheit nutzen wir um einen Trip nach Las Vegas und zum Grand Canyon zu unternehmen. Gemeinsam mit vier anderen Austauschstudenten machte ich mich mit einem Mietauto auf die ca. 1400 km lange Reise nach Las Vegas über den südlichen Teil des Grand Canyons. Die lange Autofahrt störte mich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil, ich genoss die Fahrt auf den endlosen Highways durch New Mexico, Arizona und Nevada richtig...
Hier ein Foto unserer "Crew" (v.l.n.r: Carlos aus Spanien, Vera aus Deutschland, Aurèle aus Frankreich und Enrique aus Spanien):















Den ersten Zwischenstopp hatten wir am Freitag Abend in der Hauptstadt von Arizona - Phoenix. Hier verbrachten wir aber nur die Nacht. Am nächsten Tag gings dann zum Grand Canyon, einer der beeindruckendsten Anblicke in meinem Leben! 450km lange Schluchten, bis zu 1800m tief...ein tolles Gefühl, wenn man auf einem der Felsvorsprünge steht und auf die Schluchten hinunterblickt. Auf den Fotos kommt das leider bei weitem nicht so gut rüber, hier trotzdem ein paar:





















Noch am selben Abend gings weiter nach Las Vegas. Unglaublich, wieviel Geld in dieser Stadt steckt. Alles leuchtet, riesige Reklametafeln überall, Luxushotels, Spielcasinos...einige der Casinos haben Städte nachgebildet, so sieht es z.B. rund um das "Venetian" aus wie in Venedig, außerdem gibt es einen Ägypten-Bereich mit Pyramiden, ein Paris-Gebiet und New York...in den Casinos selbst stehen unzählige Spielautomaten, und alles ist extrem luxuriös. Insgesamt hatten wir sehr lustige zwei Tage und Nächte in Las Vegas, langweilig kann einem eigentlich kaum werden - Casinos, Nachtclubs, der höchste Vergnügungspark der Welt am Stratosphere-Tower usw. machten den Aufenthalt zu einem echten Erlebnis.






































Enrique hatte die Idee, am Heimweg noch beim nahegelegenen Hoover-Staudamm vorbeizuschauen, der an der Grenze von Arizona und Nevada liegt und der größte Stausee der USA ist. Ein gewaltiges Bauwerk, der kurze Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.



















Mehr Fotos habe ich übrigens auf Facebook hochgeladen, für alle die dort registriert sind ;-)

Ein paar Gruppenfotos... :)

So, es ist mal an der Zeit ein paar Fotos von unserer Gruppe von Austauschstudenten herzuzeigen :)
Insgesamt sind wir wie gesagt ca. 50 Leute aus 20 verschiedenen Ländern - wir haben jede Menge Spaß zusammen und ich denke jeder von uns hat eine tolle Zeit :)
Auch einige unserer "Student-Ambassadors" sind oft dabei und bringen uns mit ihren Autos zu diversen Parties und Ausflugszielen, ohne die wärs sicher nicht so einfach so viel zu unternehmen.