Mittwoch, 24. August 2011

Uni-Alltag @ NMSU

Mittlerweile habe ich die erste Uni-Woche an der New Mexico State University (kurz: NMSU) fast hinter mir. Am Campus ist jede Menge los, letzten Donnerstag hat das Wintersemester (hier wird es Herbst-Semester genannt) für alle Studenten begonnen.

Als Graduate-Level Student (Masterstudent) braucht man nur drei Kurse pro Semester absolvieren, bei mir sind das:
  • Digital Communications Networks
  • Digital Signal Processing II
  • Random Signal Analysis
Die Lehrveranstaltungen werden in recht kurzen täglichen Einheiten zwischen 50 und 75 min abgehalten, dafür habe ich jeden Tag Uni. Normalerweise gilt auf der Uni in den USA strenge Anwesenheitspflicht - ich hatte aber wohl bei meinen Kursen Glück, hier wird die Anwesenheit nicht kontrolliert (was nicht heißen soll dass ich nicht hingehe, aber falls ich mal verschlafe oder ich von einem Wochenend-Trip nicht rechtzeitig zurückkomme, ist das relativ egal).

Im Gegensatz zur TU Graz wird hier sehr viel Wert auf ständiges Mitlernen gelegt. Daher gibt es z.B. in vielen Kursen wöchentlich ein "Quiz" (kurze, 5-minütige Prüfung), ständig Hausübungen, Präsentationen, Projekte und mehrere Zwischenklausuren. Klingt zwar nicht so toll, dafür ist die Chance durchzufallen sehr gering.

An den Alltag in der ersten Woche hier könnte ich mich gewöhnen. Am Vormittag Uni, danach gings meist zum Pool, und am Abend dann noch etwas Sport, gefolgt von House-Parties :)

Freitag, 19. August 2011

First Days in Las Cruces

So, mittlerweile bin ich seit fast einer Woche in Las Cruces, und was soll ich sagen: Es ist einfach der Wahnsinn hier! Gleich am ersten Abend war ich mit einigen anderen Austauschstudenten, die zur gleichen Zeit angekommen sind, in einem richtig coolen "Texas Roadhouse"...von den "Cheese Fries with Bacon" (in der Speisekarte unter der Kategorie "For Starters") konnte ich aber nur die Hälfte verputzen - aber kein Problem, in den USA ist es (auch in feineren Restaurants) üblich die Reste in einer Styroporbox ("Doggy Bag") mit nachhause zu nehmen.

Die Studenten-Apartments sind echt super, jeweils zwei Studenten teilen sich eine Wohnung mit zwei Einzelzimmern und einem Gemeinschaftsraum, hier ein paar Fotos:























Mein Mitbewohner heißt Vinicius und kommt aus Brasilien, echt ein netter Typ! Genau wie alle anderen Austauschstudenten. Sehr viele kommen aus Frankreich, einige Deutsche und Spanier, sogar ein paar Österreicher, und viele Asiaten...ingesamt knapp 60 Leute aus 20 verschiedenen Ländern.

Am zweiten Tag waren wir bei Walmart, um diverse Sachen für die Wohnung zu kaufen. Begleitet haben uns unsere "Student Ambassadors", das sind Studenten aus Las Cruces, die uns bei allem möglichen helfen, uns mit dem Auto wohin bringen und auch sonst oft dabei sind - echt eine tolle Sache, vor allem weil man dabei auch ein paar amerikanische Studenten kennenlernt.

Am Montag hat dann die Freshman Orientation Week begonnen, eine Einführungswoche für alle neuen Studenten. Es gab Barbecues, Cheerleader-Vorführungen, Parties, Infostände von allen möglichen Studenten-Clubs, haufenweise "Goodies", und das alles gratis :-)























Der Campus lässt keine Wünsche offen. Auf ca. 2 x 2 km gibts neben den Uni-Gebäuden und Studentenwohnhäusern auch etliche Cafés und Restaurants, ein Footballstadion, Basketball-, Fußball-, Baseball- und Tennisplätze, Outdoor- und Indoor-Swimmingpools, riesige Turnhallen, eine Badmintonhalle, Fitnesscenter und vieles mehr - Als Student kann man alles gratis benutzen! Außerdem kann man etlichen Clubs, Verbindungen und Sportvereinen beitreten, natürlich auch ohne was bezahlen zu müssen :-)

Hier ein paar Bilder vom Campus. Sind aber nur ein paar Eindrücke, viele tolle Gebäude und Sportanlagen hab ich noch nicht fotografiert :-)


































Zurzeit ist es sehr heiß hier, Tageshöchstwerte um die 35°...Allerdings ist es am Morgen und am Abend viel angenehmer, und man gewöhnt sich irgendwie an die Hitze. Es scheint auch jeden Tag die meiste Zeit die Sonne, nur am Abend gibt es hin und wieder Gewitter und etwas Regen.

Für die Mensa haben Austauschstudenten einen unlimitierten Pass bekommen, man kann also jederzeit hingehen und soviel essen und trinken wie man will. Kein Vergleich zur Mensa in Graz - hier gibt es neben dem typischen Fast Food wie Burger, Hot Dogs und Pizza auch gutes mexikanisches Essen, Pasta, Salate, Wraps und vieles mehr...die Versuchung ist sehr groß, sich jeden Tag den Wanst mit gutem Essen vollzuschlagen und dauernd auf einen Kaffee hinzugehen :-)
Ich hoffe dass ich mich da einigermaßen unter Kontrolle habe, werde auf jeden Fall auch viel Sport machen, sonst gehts schnell und ich nehme die gefürchteten "Freshman Fifteen" zu, die 15 Pfund (ca. 7 kg) die viele Studenten im ersten Jahr zunehmen :-)

Außerhalb vom Campus war ich noch nicht sehr oft - was ich bisher sagen kann ist dass die Stadt größer ist als gedacht, es ist alles sehr weitläufig. Von Großstadtdschungel keine Spur, man fühlt sich eher wie in einem schönen Vorort, es gibt trotz der Hitze viele Grünflächen. Umgeben ist die Stadt von den "Organ Mountains", die echt toll und sehr untypisch aussehen - da werde ich sicher bald mal eine Wanderung rauf unternehmen. Die Leute hier sind (vielleicht auch wegen dem vielen Sonnenschein?) extrem freundlich - man braucht nur in der Nähe eines Zebrastreifens zu sein, und schon halten die Autofahrer an um zu sehen, ob man vielleicht drübergehen will :-)
Und auch auf der Uni wird man trotz des Riesenandrangs in der ersten Woche überall extrem freundlich empfangen. Generell läuft hier im Süden alles etwas relaxter ab, und die Leute sind irgendwie lockerer drauf...hab in der ganzen Woche noch keinen grantigen Menschen erlebt :-)

So, das wars vorerst mal - heute hatte ich meine erste Vorlesung, und morgen zwei weitere - darüber berichte ich dann das nächste Mal ;-)

Sonntag, 14. August 2011

Miami Beach

Vor meiner Ankunft in New Mexico habe ich noch ein paar Tage in Miami Beach verbracht. Bei meiner Ankunft wurde der "Sunshine State" Florida seinem Namen aber nicht gerecht, es schüttete gewaltig. Dafür hat mich die Hitzewelle fast wieder in den Flughafen zurückgedrückt :)
An den anderen Tagen wars zum Glück halbwegs schön (wenn auch oft ziemlich bewölkt mit dem ein oder anderen abendlichen Regenschauer), aber ich konnte jeden Tag einige Sonnenstunden am Strand genießen.

Dieser ist eigentlich nicht so spektakulär wie im Fernsehen oft gezeigt - dafür ist das Wasser angenehm warm, so warm wie ich's sonst noch nie wo erlebt habe. Die Strandbesucher sind eine ziemlich lustige Mischung aus durchtrainierten, braungebrannten Miami-Bewohnern, die ihre Körper zur Schau stellen, und Durchschnittstouristen :)

Die Stadt selbst besticht hauptsächlich durch ihr karibisches Flair, was auf den Fotos wohl leider nicht so gut rüberkommt. Es wird sehr viel spanisch gesprochen, und aus den Bars und Restaurants tönt meist kubanische Musik.

Richtig cool ist der "Ocean Drive", die Straße entlang vom Strand (Foto), hier reiht sich ein Lokal an's andere, und mit den vielen Palmen macht es einiges her - ideal zum gemütlich durchschlendern.

Insgesamt ist alles sehr protzig hier, man sieht fast nur riesige Autos und große Häuser, und viele der Leute wirken ziemlich arrogant (offenes Hemd, Sonnenbrille bei bedecktem Himmel, aufgestyled...).

Sehenswürdigkeiten gibt's eigentlich kaum, die schönsten und größten Gebäude sind fast ausschließlich Hotels.

Sehenswert ist auf jeden Fall auch die Lincoln Road Mall, die sich im Zentrum von Miami Beach über etliche Häuserblocks erstreckt, hier kann man super shoppen oder essen gehen.

Mein Hostel war auch ziemlich super, täglich wurden Aktivitiäten organisiert, und ich habe einige nette Leute kennengelernt. Wie in jedem Urlaub waren es aber auch hier hauptsächlich Deutsche :)













Mittlerweile bin ich schon in meinem Studentenheim-Zimmer in Las Cruces, New Mexico. Der erste Eindruck is super, einen genaueren Bericht gibt's später ;-)

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So I've been to Miami for a little bit more than three days prior to my arrival in New Mexico. To my surprise the weather was anything but good when I arrived, there was a thunderstorm with heavy rain. Fortunately it got better the following days, so I was able to enjoy some hours of sun at the beach every day.

I really liked the whole Carribean/Cuban flair, which was especially present at "Ocean Drive", the street you can see in the second picture. Because of the exhausting travelling I enjoyed relaxing at the beach and strolling through the city instead of doing lots of sightseeing, but there aren't lots of sights anyway.

The hostel was quite a cool place too, and I met some nice people, especially from Germany and Spain. All in all, I really liked Miami, although it's maybe not that spectacular as often shown on TV.

Right now I'm already in my apartment in Las Cruces, but more on that later ;-)



Dienstag, 2. August 2011

Heute in einer Woche...

...bin ich schon in Miami Beach :)

Der genaue Plan schaut so aus: Am Dienstag fliege ich um 06:00 in der Früh von Wien weg, mit Umstieg in Berlin nach Miami. Dort bleibe ich dann bis Samstag Morgen...bin zwar die paar Tage alleine unterwegs, habe mir allerdings ein cooles Hostel gesucht, das viele Trips und Aktivitäten anbietet, dann kommt man sicher auch einfach unter Leute.
Danach gehts über Dallas (nur Umsteigen) nach El Paso, Texas. Hier werde ich dann (hoffentlich) von einem Pick-Up Service, das vom International Office meiner Uni organisiert wird, abgeholt. Bis nach Las Cruces sind es dann noch ca. 45 min...

Was hat sich sonst so getan seit meinem letzten Posting? Im Prinzip läuft alles wie geschmiert, habe noch keine größeren Probleme mit der Organisation gehabt. Vor allem Uni-technisch ist alles viel einfacher als gedacht. Die amerikanischen Studenten müssen oft ziemlich strenge Voraussetzungen erfüllen, um sich für bestimmte Kurse anmelden zu können (man muss nicht nur einige andere Lehrveranstaltungen absolviert haben, sondern diese auch noch mit guten Noten) - als Austauschstudent kommt man da aber überall locker rein, wahrscheinlich weil man sowieso keinen Abschluss an dieser Uni macht. Vom Studentenheim habe ich auch schon die Zusage, und das Visum ist auch schon im Reisepass.

Ich werde oft gefragt, ob ich schon sehr nervös bin. Natürlich bin ich schon aufgeregt, aber so richtig nervös bin ich eigentlich (noch?) nicht...die letzten Wochen war auch immer was los, da bin ich gar nicht so zum drüber-Nachdenken gekommen :). In Graz habe ich eine größere Abschiedsfeier gemacht, da wars echt lustig...danach hatte ich leider ein paar Wochen mit übelstem Uni-Stress, die letzten zwei Wochen war ich aber wieder viel unterwegs, hab versucht mich nochmal mit möglichst vielen von meinen Freunden zu treffen :)

Diese Woche werde ich jetzt noch daheim verbringen, falls jemand noch was unternehmen will bitte einfach melden ;-)

Bis bald! Beim nächsten Mal gibts dann hoffentlich auch schon ein paar Fotos ;-)